Rückblick 2019

7. Sächsische Nachhaltigkeitskonferenz im Opernhaus der Stadt Chemnitz

Die Preisträger und Laudatoren 2019:

Preisträger und Laudatoren 2019

von links: Dr. Dieter Füsslein (Carlowitz-Gesellschaft), Christoph Heinrich (WWF Deutschland), Dr. Alexey Kokorin (WWF Russland), Marlehn Thieme (ehem. RNE), Prof. Heinrich Bedford-Strohm (EKD), Marvin Müller und Victoria Teuchert (FFF Chemnitz), Prof. Kurt Biedenkopf, Felix Finkbeiner

Marlehn Thieme, langjährige Vorsitzende des Rates für Nachhaltige Entwicklung bei der Bundesregierung. Mit ihrem Namen verbinden sich solche Leistungen wie Nachhaltigkeitsindikatoren, damit man messen kann,  Verhaltenskodexe für Unternehmen und Banken, damit man Spreu von Weizen trennen kann, Inspiration von Tausenden von Multiplikatoren und vor allem die Bildungsarbeit für Nachhaltigkeit. Oft stellt sie ihr Licht „unter den Scheffel“.
„Wir erbringen als Rat für Nachhaltigkeit eine Dienstleistung gegenüber der Bundesregierung. Da soll nicht der Berater im Scheinwerferlicht stehen.“, äußerte sie kürzlich äußerst bescheiden und sympathisch gegenüber der Presse.

Frau Patricia Espinosa steht seit Jahren an der Spitze der UN-Administration zum Klimaschutz, das ist die weltweit verantwortungsvollste Tätigkeit zur Koordination des gemeinsamen Handelns um die Pariser Ziele zu erreichen. In vier Wochen leitet sie die Klimakonferenz von 195 Staaten in Madrid, auf die sich weltweit die Hoffnungen fokussieren.  Der kurzfristige Ortswechsel von Chile nach Spanien ist auch der Grund, dass sie zwar nicht körperlich hier ist, uns aber dann per Video zugeschalten wird. Auf den Schultern von Frau Espinosa liegt eine Riesenverantwortung und eine riesige Hoffnung der Weltgemeinschaft. Wir wünschen ihr und der Klimakonferenz der UNO von der Sächsische Nachhaltigkeitskonferenz aus ein herzliches und kräftiges Glück Auf!

Nachdem die DUMA in Moskau das Pariser Klimaabkommen kürzlich ratifizierte, hoffen wir natürlich auf einen positiven Einfluss der Russischen Föderation in Madrid.
Herr Dr. Alexey Kokorin. Unser russischer Preisträger, ist einer der wirkungsvollsten Klimapioniere seines Landes, der schon eine große Klimaformation geschaffen und viele Zweifler zurückgedrängt hat, um die Treibhausgas-Emissionen zu mindern und das globale Ziel des Pariser Klimaabkommens zu erreichen.

„Act“! Handelt! Mit diesem Imperativ beschloss Greta Thunberg im Januar ihre Rede auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. „Ich will, dass ihr handelt, als stünde unser Haus in Flammen. Denn das ist der Fall.“ Sie erinnern sich  vielleicht, dass vor zwei Jahren auf dieser Bühne unser Preisträger Prof. Schellnhuber vor der „Selbstverbrennung“ der Menschheit warnte. Greta Thunberg hat einen so kräftigen Impuls gesetzt, dass jetzt weltweit – stärker als je zuvor – über Klimaschutz gesprochen wird. Sie hat durch die Fridays for Future Bewegung die Enkelgeneration gebündelt und stärkt auch denjenigen Älteren den Rücken, die sich seit langem für mehr Enkelgerechtigkeit einsetzen. Auch sie kann nicht persönlich anwesend sein – ist aber bei ihrem nächsten Besuch in Deutschland herzlich nach Sachsen eingeladen!

Die meistgebrauchten Verben in der Sylvicultura des Carlowitz‘ sind die Verben säen und pflanzen, die nahzu 100 Mal in 400 Seiten vorkommen. Felix Finkbeiner ist also mit seiner Bewegung Plant for the Planet total auf Carlowitz‘ Spuren. Felix widmete seine ganze Jugend diesem Klimathema – vom 8. Lebensjahr an bis heute.
Felix war Vorreiter, jetzt ist er Mitstreiter von Greta Thunberg. Und dass Greta Thunberg einfordert, dass die Politik endlich ins Handeln kommt, beflügelt auch erneut die Pflanzaktionen von Felix.

Prof. Edeltraud Günther (UNU Flores) übergibt Juan Luis Rivera Ferrero stellvertretend für seine Ehefrau Patricia Espinosa Cantallano den Carlowitz-Nachhaltigkeitspreis.

Von links: Juan Luis Rivera (Ehemann von Patricia Espinosa) und Dr. Dieter Füsslein

Patricia Espinosa live aus dem UN-Studio in Bonn.

Dr. Alexey Kokorin im Austausch mit Felix Finkbeiner nach der Veranstaltung

Fotos: Mark Frost